Riesenschuppentiere

khao sok

Die Riesenschuppentiere (Manis javanica) kommen in ganz Südostasien einschließlich Thailand, Indonesien (Java, Sumatra, Borneo und kleine Sundainseln), den Philippinen, Vietnam, Laos, Kambodscha Malaysia und Singapur vor.

Sie leben in bewaldeten Gebieten (Primär-, Sekundar- und Buschwald), sind aber auch gerne in Plantagen (Kautschuk und Palmöl) zu finden. Meistens halten sie sich in den Bäumen auf, oder sind auf Futtersuche. Das Riesenschuppentier ist bevorzugte Beute von Tiger und Nebelparder.

 Es verfügt über dicke kraftvolle Krallen, mit denen es das Erdreich auf der Suche nach Ameisennestern durchgräbt. oder einen Termitebau auseinander nehmen kann. Ihre Nase ist fleischig und es hat keine Zähne im Mund. Es verfügt aber über eine lange klebrige Zunge, die ihm beim Ameisen und Termiten sammeln behilflich ist. Sein Körper ist mit Reihen von dicken Schuppen und Haaren bedeckt. Die Körperlänge beträgt bis zu 65 cm, der Schwanz wird bis zu 56 cm lang und sie erreichen ein Gewicht von bis zu 10 kg. Die männlichen Vertreter, werden größer als dies Weibchen.

 Riesenschuppentiere bringen jährlich ein bis zwei Junge zur Welt. Sie brüten im Herbst und gebären im Winter. Die Eltern kümmern sich für ungefähr drei Monate um den Nachwuchs, Teilweise werden die Tiere paarweise angetroffen, sind aber normalerweise Einzelgänger, nachtaktiv und sehr scheu. Es schütz seine weichen Körperteile, indem es sich zu einem Ball zusammenrollt. wenn es sich bedroht fühlt. Sie sind kräftige Gräber und fertigen so ihren Bau in der Nähe von Termitennestern an, den sie mit Pflanzen zur Isolierung auslegen.

 Sie helfen den Waldboden zu belüften.

 Sie haben den Vorteil, dass sie sich Gänge zu den Termiten- und Ameisennestern graben können, so dass sie immer an Futter kommen. Also was macht diese Tiere so begehrt, dass sie als bedrohte Art gelten? Die Nachfrage kommt aus Südostasien, hauptsächlich aus Chine, wo das Riesenschuppentier als Delikatesse gilt und seine Schuppen als Heilmittel in der traditionellen Medizin eingesetzt, andere Körperteile als Schmuckstücke verarbeitet, werden. Viele Restaurants in China und Vietnam, würden Ihnen gerne Riesenschuppentiersuppe oder andere Gerichte mit dem Fleisch des Tieres anbieten, Auch wenn längst wissenschaftlich widerlegt wurde, dass keratinöser Substanzen, wie auch Nashornhorn, keinerlei medizinische Eigenschaften haben, wird immer noch fälschlicherweise geglaubt, dass der Verzehr von Riesenschunppentierschuppen, Schwellungen verkleinern, den Blutkreislauf anregen und die Milchproduktion von stillenden Müttern verbessern kann.

 Während einige Wilderer die Tiere töten wenn sie sie fangen, lassen sie andere am Leben, weil es von den Restaurants so gewünscht wird. In einem 2007 erschienenen Zeitungsartikel im „The Guardian“, wird ein Koch aus Guangdong zitiert, der den grausigen Vorgang der Zubereitung solcher Gerichte beschreibt. „Wir halten die Tiere lebend in Käfigen, bis ein Kunde eine Bestellung aufgibt. Wir schlagen Sie mit dem Hammer bewusstlos, schneiden ihnen die Kehle durch und lassen sie ausbluten. Dann kochen wir sie, um ihnen danach die Schuppen abnehmen zu können. Wir schneiden das Fleisch in kleine Stücke, und verwenden es in einer Anzahl von Gerichten, wie geschmortes Fleisch oder Suppen. Meistens nehmen danach die Kunden das Blut mit nach Hause.“